Gestern Abend hatte ich erfahren, dass die Hütte am Porezen dieses Wochenende geschlossen ist. :-(. Ich hätte also nach dem ersten 2 1/2-stündigen Abstieg nach Dolenji Novaki und dem 4-stündigen Aufstieg auf den Porezen, nochmal einen Abstieg von 2 – 3 Stunden ins nächste Dorf anhängen müssen. Als mich beim Abstieg durch ein Wolkenloch der Porezen – schön weiss überzuckert – anlachte, entschloss ich mich, den heutigen Tag und meinen ‚Testlauf‘ abzukürzen. Um mich für den Weiterweg (ab 10. oder 11. Juni) in eine strategisch günstige Position zu bringen, bin ich noch die knapp 5 km auf der (wenig befahrenen) Strasse nach Cerkno gewandert. Dabei durfte ich wieder einmal die Beschleunigung erfahren, die ein – auch leichter – Rucksack bei einem Stolperer ausübt. Michel, du wärest stolz darauf gewesen, wie elegant ich mich in den Straßengraben abgerollt habe! Diesmal ging es auch ohne Blessuren ab…
Ab Cerkno nahm mich beim Autostopp ein alter Seebär zum nächsten Bahnhof mit, wo ich bei einer netten alten Dame ein Zimmer fand und liebevoll bekocht wurde. Morgen fahre ich nach Österreich, werde ein paar Tage mit meiner Familie verbringen und mich erholen und pflegen.

Heute hat’s erst am Abend geregnet

Toncka