58. Etappe Lukmanier – Gotthard Passstrasse

In gut 6 Stunden und über fast 28 Kilometer ging es vom Hospiz am Lukmanier via Passo del Uomo, Lago Ritom und dann hoch über der Gotthard-Autobahn bis halb den Gotthardpass hoch. Der Weg war abwechslungsreich und schön langsam weiß ich (kurze) Abschnitte auf Strassen und Forststrassen zur Erholung zu nützen.
Bei der Bushaltestelle am Gotthard war ich eine halbe Stunde zu früh und so versuchte ich mich wieder mit Autostopp. Das erste Auto hielt und ich kam mit einem Rutsch nach Andermatt. – 2 Minuten zu spät für den Zug, aber bis Disentis hatte ich ihn per Autostopp sogar überholt! Michel holte mich dort ab und zu Hause wartete der heiße Pot auf mich. – Herrlich!

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Blick vom Passo del Uomo zum Lukmanier

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Murmeltier-Paradies

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Lago Ritom

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Blick auf die nächste Etappe (Bedretto)

57. Etappe Campo Blenio – Lukmanier

In der Vergangenheit waren wir immer über das Val Cristallina und den Lago Retico zur Capanna Boverina gewandert. – Heute stiegen wir zum ersten Mal von Campo Blenio hinauf. Geplant war ein Mittagessen, aber der Wirt war mit seinem eigenen Essen beschäftigt und wollte nicht einmal die Getränkebestellung aufnehmen. Hier ist man offenbar nicht Gast, sondern Bittsteller. :-(((
Nach einem Müesliriegel vor der Hütte ging es dann weiter hinauf durch das Bergsturzgebiet zur Ganna Negra und hinunter zum Lukmanier. Und wieder stellten wir während der 5-stündigen Wanderung fest, dass wir in einem der schönsten und abwechslungsreichsten Gebiete der Alpen leben!

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Aufstieg durch Lärchenwälder

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Im Hintergrund die Luzzone-Staumauer

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Märchenhaft

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Abstieg zum Lukmanierpass. Schon Herbstfarben….

56. Etappe Läntahütte – Campo Blenio

O-Ton Michel: „Wenn man so wilde Sachen fast vor der Haustür hat, muss man gar nicht nach Südamerika….“
Zuerst wanderten wir gemütlich zurück zur Lampertsch Alm, wo der Steig über den Soreda Pass abzweigt. Auf dem Weg dorthin rätselten wir noch, wo der Weg durch die Felsen führen würde. Vor allem, da dieser Pass in früheren Zeiten offenbar auch von Hirten und Viehherden benutzt wurde. Nach Wanderweg sah es nirgends aus! Doch die Markierungen führten steil nach oben und die Wegebauer hatten geschickt Grasbänder und Felsdurchschlupfe genutzt, teilweise auch Rampen aus Trockensteinmauern gebaut. Kurz vor dem Pass machten wir an einem kleinen See windgeschützt eine kurze Rast und stiegen dann die restlichen 100 Höhenmeter zum Pass. Von dort aus sahen wir schon „unsere“ Medelser Gruppe und den Einschnitt des Lago Retico. Der Weg führte noch viel steiler nach unten und verlangte volle Konzentration. Zwischen den Steilstufen konnten wir die Schönheit des Tales mit seinen vielen Wasserfällen genießen und wanderten zum Schluss entlang des Luzzone-Stausees hinunter nach Campo Blenio.
Statt uns dort eine Unterkunft zu suchen, nahmen wir den letzten Bus über Olivone und den Lukmanierpass und waren nach einer Stunde in unserem Basislager Baselgia.
Morgen früh stellen wir das Auto auf den Lukmanier, fahren mit dem Bus zurück nach Campo Blenio und wandern mit leichtem Gepäck über die Boverina-Hütte und Ganna Negra wieder hinauf auf den Pass.
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Steiler Aufstieg

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Rastplatz mit Aussicht

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Noch steilerer Abstieg

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Blick talauswärts Richtung Luzzone-Stausee

55. Etappe Vals/Zerfreila – Läntahütte

Da der geplante Weiterweg über Hinterrhein zur Zapporthütte wegen militärischer Schießübungen versperrt war, stiegen Michel und ich von Vals/Zerfreila direkt zur Läntahütte auf. Die vorhergesagte Wetterbesserung liess auf sich warten und so waren wir neben einem kanadischen Architekturstudenten die einzigen Gäste. Die Läntahütte liegt am Nordfuss des Rheinwaldhorns, ist urgemütlich und der Hüttenwart ein sehr guter Koch. Der Anstieg entpuppte sich als gemütlicher 3-stündiger Spaziergang zuerst entlang des Zerfreilastausees und dann über Almwege entlang des frei mäandrierenden Valser Rheins zur Hütte.
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Mitten durch…
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Die Läntahütte, gut geschützt

54. Etappe Juf – Innerferrera

Ein wunderbarer Weg durch das Averser Tal!
Zuerst über Almen und Weiden, später durch den Wald, immer entlang des Averser Rheins gingen wir über 20 Kilometer nach Innerferrera. Die Landschaft war wunderschön und der Weg sehr abwechslungsreich, über einige Kilometer führte er über die als Wanderweg ausgebaute alte Averserstrasse über Brücken und durch Naturtunnels den Schluchten des Rheins entlang. – Das Wetter hatte sich nach den Gewittern in der Nacht wieder beruhigt und wir durften während der ganzen Wanderung nochmal die Sonne genießen.
Da für die nächsten 2 Tage recht schlechtes Wetter angesagt ist, beschlossen wir beim Hinauslaufen, Edgar und Lisa in Baselgia einen Besuch abzustatten.
In den letzten 5 Tagen haben wir 99 Kilometer und 5300 Höhenmeter zurückgelegt. Das Schönste: Benjamin hat es auch Spass gemacht!

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Höhenwanderung

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Knieschmerz

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Alte Averserstrasse

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Geschafft!