Abschied vom Sommer….

Mit Michel habe ich mich am Mittwoch Abend im Hotel getroffen. Schön, dass er mich abholen konnte! Am nächsten Tag sind wir nach einem Spaziergang durch Monaco (mit Fotosession am Place de Palais) nach Nizza gefahren, da ich dort noch nie war. Tags darauf haben wir uns den berühmten Blumenmarkt angesehen und einen ausgedehnten Spaziergang durch die Altstadt gemacht. Beim Zurückfahren in die Schweiz legten wir einen Übernachtungsstopp in Finale Ligure zum Pizzaessen ein. So konnten wir beide noch entspannte Tage geniessen…

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86. und letzte Etappe Peillon – Monaco

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Monaco!!!!!

Der letzte Tag überraschte mich mit strahlend schönem Wetter. Nach einem ausgiebigen Frühstück packte ich zum letzten Mal den Rucksack und machte mich nach einem Rundgang durch die mittelalterliche Stadt auf den Weg nach Monaco. Nach knapp 2 Stunden stand ich auf dem Col de Guerre und hatte Monaco zu meinen Füssen. Diesmal konnte ich mir eine ausgiebige Mittagsrast gönnen, da ich Michel erst um 5 Uhr erwartete und holte mir glatt noch einen leichten Sonnenbrand. Nach 2 Stunden begann ich mit dem letzten Abstieg. Sehr gemütlich ging ich die letzten Kilometer und nahm mir die Zeit, mich von der Via Alpina zu verabschieden. Im Botanischen Garten trug ich mich noch in das Via Alpina Gästebuch ein und ging dann über viele Treppen ins Hotel beim Yachthafen.

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Zum letzten Mal gepackt

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Letzter Aufstieg

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DAS wollte ich sehen

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Nur noch ein paar Schritte

85. Etappe Sospel – Peillon

Mit viel Auf und Ab führte mich die Via Alpina heute durch das Küstengebirge. Abwechslungsreich war der Weg: Steil bergauf und bergab durch Eichenwald, oben durch Brandflächen mit Ginster, Disteln, Rosmarin und Thymian oder Pinienwald, tief hinunter in verwunschene, bemooste Schluchten und durch mittelalterliche Städtchen. Zusätzlich sorgten noch kurze Regengüsse bei mir für Hektik. Was mir aber auch in Erinnerung bleiben wird, ist, dass sobald ich in die Nähe von Siedlungen kam, ein wütendes Gekläffe von allen Seiten einsetzte. Zum Glück waren fast alle Hunde auf Grundstücken eingesperrt, nur einmal musste ich einen Hund verjagen…Wer hätte gedacht, dass ich einmal Angst vor Hunden hätte?
Nur noch einmal schlafen (und dann 3 Stunden laufen), dann bin ich in Monaco!

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Startfertig

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… wieder runter…

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In der Schlucht

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Nach dem für heute letzten Aufstieg

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Peillon

84. Etappe Col de Turini – Sospel

Nach dem Essen bekam ich gestern Abend vom Koch noch eine private Zaubervorstellung! Er zeigte mir Tricks mit Münzen und Karten – super nett!
Bei bedecktem Himmel bin ich heute vom Col de Turini aufgebrochen und schon nach einer halben Stunde bergauf gab’s die Überraschung: Freie Sicht auf’s Mittelmeer!!! Na ja, ganz so frei war sie nicht, aber hinter den letzten Bergen konnte ich das Meer, das leider dieselbe Farbe wie der Himmel hatte, identifizieren! Die Via Alpina lief zuerst den bewaldeten Graten, später den Hangflanken entlang bergab. Nach 10 Kilometern musste ich mich entscheiden: 15 Kilometer entlang der Strasse nach Sospel laufen oder über ein paar ‚ausgewachsene‘ Berge. Da es inzwischen zu regnen begonnen hatte und die Berge eh wolkenverhangen waren, entschied ich mich für die Strasse, die sich mit vielen Kehren durch eine Schlucht mit gewaltigen Felswänden schlängelte. Zum Glück war wenig Verkehr!
Nach einigen Kilometern verfluchte ich schon meinen gestrigen Vorsatz, jetzt den GANZEN Weg zu gehen… Gerade zur richtigen Zeit rief Benjamin an und sagte mir, dass er gerade alleine die letzten Meter zum Gipfel des Traunsteins geht! Toll! Das sorgte auch bei mir für den nötigen Motivationsschub.
Nach gut 6 Stunden kam ich dann (mit brennenden Fußsohlen) endlich in Sospel an. In einem Spar besorgte ich mir Proviant für morgen und stieg noch die letzten Meter zur Auberge hoch. Hier gibt’s endlich wieder ein schnelleres Internet und ich kann mir heute Abend den gestrigen Tatort ansehen.
Morgen jagt mich die Via Alpina auf der letzten langen Etappe noch über drei Pässe bis Peillon, aber das Wetter soll wieder besser sein! – Und übermorgen bin ich in Monaco!!!!

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Erste Ahnung vom Meer

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…tief hinunter…

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…und der Strasse entlang durch die Schlucht

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Bekannte Namen

83. Etappe Valdeblore – Saint Martin Vesubie – Col de Turini

Von Valdeblore stieg ich zuerst auf und neben der Strasse, später steil durch den Wald nach La Colmiane auf dem Col de Saint Martin. Auf der anderen Seite ging es weiter auf einem Wanderweg hinunter nach Saint Martin Vesubie. Die Vegetation und die Berge haben sich jetzt in den Alpes Maritimes stark verändert. Die Berge sind steil, die Täler tief eingeschnitten und im Wald dominieren Pinien, Kastanien, Ginster und Wacholder. In dem pittoresken Städtchen aß ich in einer Bar ein riesiges Pannini und schlenderte durch den Ort. Wieder an der Hauptstraße angekommen blieb wieder einmal das erste Auto stehen und nahm mich die 13 Kilometer bis zur Abzweigung zum Col de Turini mit. Dort musste ich dann fast 2 Stunden warten (der Pass war wegen einer Ralley geschlossen, bis mich endlich jemand die 3 Kilometer in den nächsten Ort La Bollene mitnahm. Von dort waren es noch 12 Kilometer zum Col und das ist wieder ein nur wenig Befahrener… Nach ungefähr 5 Kilometern Fußmarsch erbarmte sich dann doch ein Autofahrer und nahm mich hoch bis zum Pass. In einem Hotel mit etwas ‚angestaubtem‘ Charme habe ich gerade ein überraschend gutes Abendessen (warmen Ziegenfrischkäse mit Gemüse, 7 Stunden lang gegartes Wildschwein und ein warmes Heidelbeertörtchen) genossen.
Ab morgen geht’s jetzt aber wirklich nur mehr zu Fuß bis Monaco!

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Hier kann man auch Sonntag vormittags einkaufen!

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Tiefblick auf Saint Sauveur

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Mittagspause

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Endlich angekommen