7. Etappe Idrija – Planinska koca na Ermanovcu

Ein Megahatsch im Regen.

Nachdem es heute frueh in Idrija schon geregnet hatte und die Wolkenbasis 150 m über der Stadt hing, entschloss ich mich, einen Teil der Strecke im Tal zu gehen. Teilweise musste ich die Strasse benutzen, die sich als „highway to hell“ herausstellte. Nach etwa 20 km hatte ich die Schnauze voll und bin wieder in die Berge geflüchtet. – Trotz Nebel. Es waren aber dann noch gute 10 km und ein kräftiger Aufstieg bis zur Hütte. Aber so wurde mir wenigstens wieder warm.

Geregnet hat’s heute übrigens nur ein Mal…Aber wie heisst es: Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur unpassende Bekleidung. – Danke Firma Gore!

Fotos gibts heute nur eines. Die Motive: Strasse im Regen, Fluss im Regen, Wald im Regen und Wald im Regen und Nebel haben nicht wirklich zum Fotografieren motiviert.

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Dem gefällt das Wetter…

6. Etappe Crni vrh – Idrija

Heute war es ein wirklich netter Spaziergang. Ohne nennenswerte Höhenunterschiede, auf Waldwegen und über Almwiesen. Sogar der richtige Regen hat erst nach meiner Ankunft in Idrija eingesetzt. Eine nette junge Frau von der Touristeninformation hat für mich auch gleich einen Platz für morgen in der ersten richtigen „Hütte“ reserviert. Und um 19 Uhr habe ich einen Massagetermin!

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Also wieder klappern …

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Viel besser als Forststrassen!

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…und auf dem richtigen Weg…

5. Etappe Predjama – Javornik – Crni vrh

Heute erlebte ich mein erstes Waterloo auf dem Javornik. Nach 4 1/2 stündigem Aufstieg in Regen und Sturm, immer über endlose Forststrassen, durch unendliche Wälder, erreichte ich endlich die Javornik-Hütte knapp unter dem Gipfel. Ich hatte mich schon sehr auf einen heißen Tee oder eine Suppe gefreut…
Die Hütte war ZU, der Hüttenwart offenbar im einzigen entgegenkommenden Auto gesessen. Den Wind- und Regenschatten der Hütte nutzte ich aber, um Haube und Handschuhe (schön wasserdicht verpackt) anzuziehen.
Eine Stunde später war der Hüttenwart immer noch nicht da, aber ICH WIEDER! Ich war flott den Forstweg, immer den schon bekannten Markierungen nach, endlich bergab, weitermarschiert. Nach einer knappen halben Stunde riss plötzlich der Nebel auf und ich sah in der Ferne die Bucht von Triest. HALT! Nach Südwesten war die falsche Richtung! Also wieder hinauf zur Hütte, wo ich gut versteckt (hinter einem frischen Holzstapel) die Markierung nach Nordwesten fand. – Offenbar sind auf diesem Berg alle Wege gleich markiert :-(.
Nach einem gefühlt elendslangen, zumindest aber trockenen Abstieg, fand ich wenigstens gleich ein Zimmer (25€ mit Frühstück) im einzigen Gasthaus und freu mich schon auf ein warmes Essen.
Morgen folgt angeblich die kürzeste Etappe (2,5 – 3 Stunden) der Via Alpina, die noch dazu in einer richtigen Stadt (Idrija) endet. Da werde ich es mir mal richtig gut gehen lassen…

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Forststrasse im Wald

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Falsche Richtung!

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Gesellschaft!

4. Etappe Razdrto – Nanos – Predjama

Hurra! Der Muskelkater von gestern Abend hat sich über Nacht verabschiedet! Und auch der Aufstieg auf den Nanos erwies sich auf den ersten 3 km und 300 hm als überraschend ‚zahm‘. Gerade recht zum Eingehen. Dass es dann steiler wurde, passte es mir ganz gut, da in der Zwischenzeit ein kalter Wind eingesetzt hatte. In der Gipfelhütte ein heißer Tee und dann ging es Stöcke klappernd durch Buchenwald und Bärlauch(!)felder schon wieder runter. (Der gerade Strich auf dem Track zeigt die fehlende Stunde, während der ich das GPS vergessen hatte einzuschalten.)
Heute hab‘ ich es tatsächlich zum ersten Mal geschafft, komplett auf dem originalen Via Alpina Weg zu bleiben. Auf dem Berg, weil a. der Weg logisch und b. ungewöhnlich gut markiert war und später im Tal wieder angekommen, dank einem freundlichen Baggerfahrer, der mich mit Hupen und Handzeichen auf eine falsche Abzweigung aufmerksam gemacht hat. Die restlichen Kilometer legte ich im muskelschonenden Bummeltempo über Blumenwiesen, durch Wälder und kleine Dörfer zurück.
An dieser Stelle ein herzliches „Merci“ an Michel, der uns täglich die GPS-Tracks zugänglich macht! Rückblickend kann ich mich wunderbar über meine Sackgassen und Bonusschleifen amüsieren. – Aber ihr solltet mich mal hören, wenn ich so einen Irrtum bemerke und wieder zurück muss! 😉

Kein schöner Anblick!
Kein schöner Anblick!
Blick zurück
Blick zurück

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Die Burg Predjama

Abendessen
Abendessen

3. Etappe Matavun – Senozece – Razdrto

Nach der 2-stündigen (empfehlenswerten) Höhlenführung durch die Predjama-Höhle ging ich erst um 12 Uhr los. Auf dem ersten Hügel tauchte in der Ferne der erste „richtige“ Berg auf. Da ich nun schon aus meiner immerhin 2-tägigen Erfahrung wusste, dass die Via Alpina gern auch Umwege in Kauf nimmt, um ja alle höchsten Punkte der Umgebung mitzunehmen, vermutete ich schon, dass es auch da hochgeht. Vorerst ging es bergauf, bergab, über Wiesen und durch Wälder, in denen es angeblich Bären gibt. Meine Pensionswirtin hatte mir heute früh geraten, in den Wäldern öfter in die Hände zu klatschen, oder sonst Geräusche zu machen. Hände klatschen ging mit den Stöcken nicht, aber diese aneinander schlagen hat wohl auch gewirkt und ich habe keinen Bären, aber ungefähr 20 Rehe und EINEN Mountainbiker gesehen.
Übrigens, die Vermutung wurde zur Gewissheit. Der Berg heisst Nanos und genau auf diesen geht es morgen früh.

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