36. Etappe Stallen-Alm – Falkenhütte

Der Aufstieg am Morgen zur Lamsenjochhütte war wunderbar kühl und in einer Stunde 20 Minuten schnell erledigt. Auch der folgende Abstieg zur Binsalm war nicht allzu heiß. Nach einer Gulaschsuppe und einem Apfelsaft bewegte ich mich in einer Wandererkarawane und viel Gegenverkehr weiter hinunter zur Eng-Alm, die mit dem Auto erreichbar ist. Auf 100x Grüßen kam 80x keine Antwort (ich hab tatsächlich mitgezählt!). Danach grüßte ich nur mehr Wanderer mit einem Mehrtagesrucksack. – Da funktioniert es noch…
Beim Aufstieg über den Grossen Ahornboden zur Falkenhütte war es dann knallheiß. Trotzdem musste ich möglichst schnell gehen, da von Westen her Gewitter aufzogen. Eine halbe Stunde nach meiner Ankunft war das Gewitter da.
Auf der Hütte hatte ich dann einen sehr netten Abend mit zwei Tirolern und Eva aus Annaberg.

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Rückblick zur Stallen-Alm

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Wanderweg!

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Nach dem Regen

35. Etappe Kellerjochhütte – Stallen Alm

Lang und heiß, aber Ende gut, Alles gut.
Die 1700 Höhenmeter Abstieg nach Schwaz waren zuerst von der Temperatur noch erträglich, aber auf den letzten (Strassen-)Kilometern begann schon die Suche nach Schatten. Nach einer Mittagspause und einem Salat in der Stadt begann dann die Quälerei: 500 Höhenmeter Aufstieg (durchgehend Forststrasse) fast immer in der prallen Sonne, dann noch 300 etwas schattiger. Obwohl ich den Wassersack voll gefüllt hatte, reichte das Wasser nicht. In der letzten halben Stunde zur Stallenalm hatte ich keines mehr und kein Brunnen oder Quelle war in Sicht. – Ich bin wieder im Kalk gelandet.
Bei der Stallen-Alm dann eine positive Überraschung: Nur mehr 1 1/2 Stunden zur Lamsenjochhütte! Nach zwei gespritzten Apfelsaft und einem Plausch mit der netten Wirtin, entschied ich aber, dass der Aufstieg in der Morgenkühle wesentlich angenehmer sei und ich hier übernachte. Hier hab ich ein eigenes Kammerl und nur 3 Holländer übernachten außer mir. Luxus vor den zu erwartenden überfüllten Hütten.
Damit verlängert sich zwar die morgige Etappe zur Falkenhütte, aber die wäre sowieso mit 4 Stunden wieder relativ kurz….

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Kellerjochhütte – wie ein Adlerhorst

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Blick ins Inntal

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Stallen-Alm

34. Etappe Rastkogelhütte – Kellerjochhütte

Die Devise lautet: Bei diesen Temperaturen auf möglichst hoch gelegenen Hütten schlafen!
Darum und weil die Zeitangaben der Via Alpina hier in Tirol sehr großzügig bemessen sind, bin ich heute vom Loassattel noch auf die Kellerjochhütte hoch über dem Inntal gestiegen. Dadurch kann ich mir morgen die Übernachtung in Schwaz sparen und von dort gleich zur Lamsenjochhütte im Karwendel aufsteigen.
Heute waren zum Glück nur wenige Forststrassenkilometer zu gehen. Meistens ging der Weg über Almen und auch durch Wald. Beim steilen Anstieg zur Hütte sorgte eine Wolke für willkommenen Schatten.

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Aufbruch von der Rastkogelhütte

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Noch ganz schön weit

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Kurz vor dem Ziel

33. Etappe Mayrhofen/Penken – Rastkogelhütte

Ein kurzer, heisser Tag…
Nach der Seilbahnfahrt auf den Penken startete der Tag mit einem 400 Meter Abstieg in ein Seitental. Das Hinweisschild „Neuer Weg: Forststrasse“ wollte ich nicht ernst nehmen und landete auf einem Single-Trail für Bikes. Eine (für Fussgänger) knifflige Bachquerung war das einzige Highlight des Tages. Der 800 Meter Aufstieg zur Hütte war dann sehr sonnig und verlief komplett über eine Forststrasse, aber zum Glück gibt’s auch hier eine Dusche.
Da ich schon um 3 Uhr ankam, hatte ich noch kurz überlegt, ob ich noch 2 Stunden nach Hochfügen weitergehen soll. Die Rastkogelhütte ist aber überraschend gemütlich und ich habe ein 8er-Lager für mich alleine. Außer mir sind nur 5 andere Übernachtungsgäste hier.

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Noch 2 Stunden. Ganz oben: die Rastkogelhütte

32. Etappe Zillergrund – Mayrhofen

Diesmal zu Fuss!
Nach unserem verlängerten Urlaub im Burgenland (Watzmann, Weinkost, Baden) fuhren Michel und ich heute gemeinsam nach Innbruck. Michel fuhr in die Schweiz weiter und ich zurück ins Zillertal. Im Hotel habe ich mein Gepäck abgeladen und bin dann mit dem Bus wieder in den Zillergrund gefahren. Ich dachte, dass ich die 500 Höhenmeter abwärts und 15 Kilometer in ca. 2 Stunden laufen könnte. Dachte ich! Der Bus kürzt 500 Höhenmeter (rauf und runter) und 3 Kilometer durch einen Tunnel ab. – Es wurden also 3 Stunden (bei Bremsenplage). Trotzdem war’s schön: So spät war kein Mensch mehr unterwegs und der saure Graukäse im Gasthaus Au war wunderbar….