Über den Alpenhauptkamm ins Zillertal…
Der Aufstieg auf das Hundskehljoch (2557 m) war in gut 2 1/2 Stunden geschafft, allerdings spürte ich die gestrige lange Etappe in den Beinen. Der lange Abstieg in den Zillergrund zog sich dann. Zuerst war es ein lustiges Steinehüpfen durch eine sehr herbe Hochgebirgslandschaft im Granit. Viele Bachquerungen sorgten durch viel Schmelzwasser für Spannung. – Leider lagen die Schneefelder nicht auf meiner Abstiegsroute. Ab der Mitte des Tals führte eine Almstrasse weiter und gab brennende Füße. Ich war froh, als ich nach wieder 2 1/2 Stunden (angeben waren 4 Stunden) den Zillergrund erreichte.
Dort folgte ich, nach einer Suppe und einem Radler im Gasthaus Bärenbad, zuerst dem Wanderweg talauswärts. Nach einer halben Stunde mündete dieser jedoch in die Aspaltstrasse und nach weiteren 2 Kilometern auf der Strasse gab ich für heute auf. Ich stieg für die restlichen 15 Kilometer in den Bus nach Mayrhofen im Zillertal und erwischte gerade noch den letzten Zug nach Wels.
Jetzt gönne ich mir etwa eine Woche Pause und Zeit für Familie, Freunde und Kultur!
30. Etappe Ahornach – Kasern
So ganz sicher war ich mir (wetterbedingt) heute in der Früh nicht, ob ich wirklich ins Ahrntal komme. Erst recht als der Wirt meinte, dass es an der Weißen Wand (dem Übergang vom Raintal ins Ahrntal) noch viel Schnee hätte….
Aber dann lief alles super! Die Wanderung 700 Höhenmeter ansteigend das Reintal entlang war sehr schön. Die 5 km Forststrasse (von 12) habe ich schon verdrängt.
Mittagessen (Speckknödelsuppe und Apfelstrudel) gab es auf einer Alm auf 2100 m. Die noch einmal 450 Höhenmeter steil hinauf zur Weißen Wand waren danach etwas mühsam. Trotzdem war ich in insgesamt gut 4 Stunden oben. – Der Wirt hatte gemeint, dass es 4 Stunden bis zur Alm wären ;-).
Erleichtert haben mich oben zwei Dinge: Die Schneefelder beschleunigten den Abstieg und die bedrohlicheren Wolken hingen noch stationär über dem Alpenhauptkamm ins Zillertal.
Trotzdem dauerte es dann noch fast 3 1/2 Stunden bis ich im hinteren Ahrntal angekommen war. Einen kurzen Regenguss konnte ich auf einer Alm bei Apfelsaft abwarten und dann folgte ein langes Auf und Ab über Almwiesen, Almrosenhänge und Lärchenwälder bis es endlich richtig hinunterging. – Die letzte halbe Stunde erwischte mich dann doch noch der Regen. Aber mit der Aussicht auf eine heiße Dusche, ein gutes Essen und ein Bett ist das nur halb so schlimm….
Im einzigen Gasthaus habe ich das letzte Zimmer bekommen. 🙂

Abstieg ins Ahrntal, im Hintergrund das Hundskehljoch. Dort geht es morgen drüber.
29. Etappe Pragser Wildsee – Sand in Taufers/Ahornach
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Um bis Freitag den Alpenhauptkamm ins Zillertal zu queren, musste ich eine Alternative zur Originalroute suchen. Der niedrigste Übergang mit hoffentlich nicht allzuviel Schnee ist das Hundskehljoch vom Ahrntal in den Zillergrund. Um dies zeitlich zu schaffen, stand heute ein Talspaziergang an. Nach dem Abstieg ins Pustertal ging es fast 20 Kilometer auf einem asphaltierten Radweg nach Bruneck. Dort „zwang“ mich ein Gewitter, mit dem Bus nach Sand in Taufers zu fahren. Mit meinen brennenden Füssen hätte ich es eh nicht weiter geschafft….

Das Beste vom heutigen Tag: Der Ausblick vom Hotelzimmer heute früh
28. Etappe Drei-Zinnen-Hütte – Pragser Wildsee
Zum 1. Frühstück: Cappuccino, Müesliriegel und 2 Stunden Abstieg nach Landro.
Zum 2. Frühstück: Cappuccino, Kuchen und 2 1/2 Stunden Aufstieg durch das romantische Helltal zum Strudelkopfsattel und hinunter zur Dürrensteinhütte, dem eigentlichen Etappenziel.
Nachdem es erst zwei Uhr war und die Plätzwiese wieder ein (mit dem Auto erreichbarer) Rummelplatz war, hatte ich wenig Lust, hier den ganzen Nachmittag zu verbringen….
Also machte ich mich nach dem Mittagessen auf den Weg zur Seekofelhütte, dem nächsten Etappenziel. Der Weg führte zuerst wieder 400 Höhenmeter hinauf zur Gaiselleiten und dann immer in leichtem Auf und Ab durch Kalkschutt und entlang beeindruckender Felswände in 2 3/4 Stunden zur Rossalm. Nach einer weiteren halben Stunde Aufstieg hatte ich 2 Möglichkeiten: Noch einmal 300 Höhenmeter hinauf zur Seekofelhütte und morgen den selben Weg wieder herunter, oder den direkten Abstieg über 800 Höhenmeter zum Pragser Wildsee. – Schwarze Wolken über der Codocainscharte und die Aussicht auf ein richtiges Bett vereinfachten meine Entscheidung.
Fazit: Ein langer Tag mit über 30 Kilometern, 1600 Metern Aufstieg und 2500 Metern Abstieg, und außer leicht schmerzenden Beinen keine Beschwerden. Das „Konditionstraining“ der letzten Wochen scheint zu wirken. 😉












