In der Nacht hatten mich zwar etliche Gewitter aus dem Schlaf geschreckt, aber ich hatte in anderen (überfüllten) Hütten schon schlechter geschlafen.
Um 8 Uhr war ich abmarschbereit, verschob den Aufbruch aber noch fast um eine Stunde, um die nächste Regenpause abzuwarten. Durch das einsame Leisse-Tal begleitete mich Nieselregen bis zum Refuge d’Entre Deux Eaux. Dort machten zwei Frauen die Hütte gerade winterfest, waren aber so nett, mir einen Tee zu verkaufen. Kurz nach der Hütte kam dann die Sonne heraus und ich konnte den einstündigen Aufstieg zum Refuge du Plan du Lac im Trockenen zurücklegen. Dieses wäre die zweite Übernachtungsmöglichkeit gewesen und ist wirklich schön. Kurz danach tauchte ich beim Abstieg in dichten Nebel und wieder Nieselregen ein. In weiten Kehren führte ein schöner Wanderweg hinunter nach Termignon. Von den letzten 4 Kilometern Strasse nahm mich ein Bauer 2 Kilometer mit. – Immerhin….
Von Termignon stoppte ich bis Modane, wo ich ein Hotel reserviert hatte. Jetzt freu ich mich auf eine heiße Dusche und ein hoffentlich gutes Abendessen…

„Schwalbennest“ Refuge de la Leisse

In Termignon scheint die Sonne


