Alpengasthaus Riepl – Bleiburg – Lavamünd

Und wieder Regen, Nebel, Wind.
Der Aufstieg auf den Feistritzer Spitz gestaltete sich ziemlich unfreundlich. Zuerst Forststrasse, dann Ausweichmanöver wegen eines Harvesters quer hinauf durch den Wald, weiter durch den Latschengürtel bei Nieselregen und die Überschreitung des Petzens bei Wind, Kälte und großteils Nebel. Zum Glück lief trotz des Wetters die Petzenseilbahn und wir konnten uns so 1000 Höhenmeter Abstieg sparen. Nicht erspart blieben uns aber die 7 Kilometer Asphaltstraße nach Bleiburg Bahnhof. Nach einer Schrecksekunde (Michel hatte sein Handy am Bahnhof verloren) und der glücklichen Wiederauffindung fuhren wir mit dem lokalen Taxi Go-Mobil nach Lavamünd.
Damit haben wir 4 Waldhügeletappen der Via Alpina abgekürzt und gehen morgen direkt auf die Koralpe.

Dolga Njiva – Ebriach – Bad Eisenkappel (Etappe A10 tw.)

Heute folgten wir keinen markierten Wegen, sondern liefen nach der Karte Richtung Trögern. Nach 30 Minuten Aufstieg zur österreichischen Grenze stiegen wir über den Grenzzaun und fanden nach einigem Suchen auch die Stelle, an der wohl einmal ein Weg war. Leider war dieser völlig zugewachsen und wir mussten uns mit Karte und (Michel’s Geländelesekünsten) durch verwachsene Holzschläge, steilen Wald und mannshohes Gestrüpp auf die nächste Forststrasse nach unten kämpfen. Nach einem Forststrassenverhauer, der uns eine gute halbe Stunde kostete, hatten wir dann endlich die Richtige gefunden und kamen recht flott nach unten. Bei einer kleinen Imbissbude bei der Trögener Klamm gab’s dann Brettljause und Kaffee. Hier stiessen wir auch wieder auf die offizielle Via Alpina. Die letzten Strassenkilometer durch die Klamm bis Ebriach waren auch recht schnell zurückgelegt. Ab hier wollten wir eigentlich per Autostopp nach Bad Eisenkappel, aber mangels Mitfahrgelegenheit durchbrachen wir auch heute die magische 20-Kilometer Marke, bis uns endlich ein Autofahrer für die letzten 6 Kilometer mitnahm.

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Glückliche Almschweine

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Der einzig sichtbare Rest vom Weg

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Brettljause

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& Erholung für die Füsse

Loiblpass – Hochturm – Dolga Njiva

Heute mit Klettereinlage! Vom Loiblpass führt eine recht steile Forststrasse zur schön gelegenen Alm Korosica und ein netter Bergweg weiter auf den Korosica-Sattel. Von dort aus folgte ein recht steiler Klettersteig auf den Hochturm. Mit dem Rucksack auch hinauf recht anspruchsvoll, – runter möchte ich dort nicht gehen! Danach kamen wieder schöne Wegstücke dem Grenzkamm entlang und ein auch wieder recht steiler Abstieg durch die südseitigen Grasflanken in die Almenregion. Einen kurzen Regenguss warteten wir auf der Planinska (=Alm) Pungrat bei Kaffee und Gebäck ab und gingen danach die letzten paar Kilometer zur Dolga Njiva. Das ist – auch für Slowenien, wo es viele schöne Almen gibt – ein wahres Schmuckkästchen. Etwa 60 Kühe, 30 Jungschweine, Pferde, Esel, Truthähne und Hühner tummeln sich um die Almhütte, ein liebevoll angelegter Garten und Blumenschmuck machen die Idylle komplett. Zum Essen gab es Heidensterz mit Sauerkraut und Würsten (natürlich alles selbstgemacht) und zum Schlafen Matratzen unter dem Dach.

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Rückblick auf den Stol

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Klettersteig

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Grenzkammwanderung

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Dolga Njiva

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Heidensterz

Koca na Golici – Loiblpass (Etappe A4 und A5 tw.)

Der bisher längste Tag! Fast 10 Stunden lang wanderten und stiegen wir dem Hauptkamm der Karawanken entlang. Auf der Stol-Hütte (dem offiziellen Etappenziel) aßen wir eine Suppe und gingen weiter bis zur Zelenici-Hütte. Da wir uns für eine „alpinere“ Variante entschieden hatten, verliessen wir hier den Violetten Weg und stiegen zum Loiblpass ab. Noch etwa 2 Kilometer der Passstrasse entlang und wir fanden (nach fast 30 Kilometern Wegstrecke, 1400 Höhenmetern Auf- und 2000 Höhenmetern Abstieg) ein Gasthaus mit Massenlager (wir waren die einzigen Gäste) und überraschend guter Küche!

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Heute mit Aussicht

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Fernsicht bis in die Dolomiten

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Wieder einmal Abstieg im Kalkschutt

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Nicht in Betrieb

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Mmh…