Der Regen hat mich heute zum Glück nicht erwischt und die seit langem gefürchtete Begegnung mit einem Herdenschutzhund habe ich jetzt auch hinter mir. Zum Glück war der Hirte in der Nähe und winkte mich vorbei! Der Hund kam trotzdem bellend auf mich zu, beschnupperte mich dann aber schwanzwedelnd. Ich war sehr erleichtert, denn die Viecher sind riesig! Seine Schnauze war auf der Höhe meines Ellenbogens. Sehr beeindruckend! Der nächsten Schafherde wich ich dann aber durch einen wilden Abstieg über steile Grashänge vorsichtshalber aus…
Allerdings habe ich im eigentlichen Etappenziel keine Übernachtungsmöglichkeit gefunden. Den Beschreibungen der Via Alpina Etappen ist in den letzten Tagen immer weniger zu trauen….
Vor drei Tagen war die Etappe in Kilometern um 50% (!) länger als angegeben, vorgestern ein Abstieg von 1000 Höhenmetern mit 35 Minuten angegeben, gestern waren es nicht 19 sondern 24 Kilometer und heute war ich vom Col de Pousterle schon in 3 1/2 Stunden in Freissenieres (und nicht wie angegeben in 5, – wobei das war eher angenehm…). In Freissenieres hätte auch eine Pension bis November offen haben sollen… Alberto hatte für mich in der Früh angerufen und niemanden erreicht. Also bin ich mal auf gut Glück losgegangen, hatte aber schon im Hinterkopf, eventuell bis zum nächsten Etappenziel Guillestre weiterzumüssen. Bei der Auberge war kein Mensch und so lief ich die Strasse zwei Kilometer weiter, bis mich ein Auto mitnahm. Während dem Laufen hatte ich mir per Handy ein **Hotel in Guillestre herausgesucht und eine Stunde später war ich schon dort. Zu meiner Überraschung hat es sogar ein Schwimmbad und einen Hammam, den ich ausgiebig genoss.

Runter und wieder rauf. Rückblick auf den Col de Pousterle

Die Schilder hatte ich schon öfter gesehen…

Keiner da und abgeschlossen :-(((






















